01.05.2016

Janik Schmidt (Fleisbach) sensationell Doppel-Vizeweltmeister im Schweißen

Janik Schmidt (Sinn-Fleisbach) im Cloos-Outfit mit dem gewonnenen Pokal.
Janik Schmidt (Sinn-Fleisbach) im Cloos-Outfit mit dem gewonnenen Pokal.

Von Fritz Reucker

Sinn-Fleisbach – Sensationell ist der Erfolg von Janik Schmidt (Sinn-Fleisbach), der bei der Weltmeisterschaft in China Doppel-Vizeweltmeister im Schweißverfahren Metall-Aktiv-Gas(MAG) sowohl in der Mannschafts-, als auch in der Einzelwertung wurde.

 

In der chinesischen Hauptstadt Peking fand der Weldcup (Weltmeisterschaft) für Jungschweißer statt, die sich aufgrund ihrer Teilnahme an dem Wettbewerb „Jugend schweißt“ für den Endkampf qualifiziert hatten. Insgesamt 302 Teilnehmer aus allen Erdteilen nahmen am Weldcup/Weltmeisterschaft teil, wo an vier Tagen je nach Schweißverfahren in einer großen Halle mit jeweils bis zu 75 Teilnehmern geschweißt wurde, um die Sieger zu ermittelten. Schmidt war zuvor Bezirks-, Landes-, Deutscher-, und Vize-Europameister geworden. Die Firma Cloos (Haiger) unterstützte Schmidt beim Training zu Hause mit Blechen bei seiner Vorbereitung. Ferner absolvierte Schmidt auch ein 14-tägiges Praktikum bei Cloos. In der Schweißkurstätte „Pfalz“ in Kaiserslautern erhielten das Deutsche Team unter der Anleitung von Schweißlehrer Martin Schneider, der auch in Peking der einzige Betreuer war, den „letzten Schliff“ für die Weltmeisterschaft. Diese Vorbereitungen führten zu den grandiosen Erfolg des Deutschen Teams und Janik Schmidt.

 

Solch einen Erfolg konnte der DVS- Bezirksverband „Mittelhessen“ bei den neun voraus gegangenen Wettbewerben nicht verbuchen. Bisher hat es lediglich nur zu mehreren Landesmeisterschaften gereicht. Um so höher ist die Freude im Bezirksverband „Mittelhessen“ als auch beim Landesverband Hessen für diese Leistung.

Janik Schmidt, der an der Technikerschule in Dillenburg zur Zeit studiert, trat für Deutschland in

Verfahren MAG (Metall-Aktiv-Schweißen) an. Er belegte mit der Deutschen Nationalmannschaft den 2. Platz in der Gesamtwertung, und wurde im Gegensatz zur Europameisterschaft, wo es keine Einzelwertung gab, auch Vizeweltmeister in der Einzelwertung. Elias Sutter (Landesverband Saar) Deutscher Meister im E-Schweißen wurde Weltmeister in diesem Verfahren und vervollständigte den tollen Erfolg der Deutschen Jungschweißer bei beim Weldcup/Weltmeisterschaft in China.

 

Sieger wurde Thailand und den dritten Platz belegte Rumänien, das bei den Europameisterschaften in Camebridge/England als Sieger vor Deutschland noch hervorgegangen war.

 

Am 9. Oktober wird Schmidt in Verbindung mit dem heimischen Schweißgerätehersteller Cloos

(Haiger) beim Tag der Regionen in Sinn sein Können den zahlreichen Besucher zeigen.  Nach der Rückkehr aus China führte unser Mitarbeiter ein Gespräch mit dem Vizeweltmeister Janik

Schmidt. Hier seine Eindrücke von dieser Großveranstaltung, einem fremden Land und Kultur, und zu seinem Erfolg:

 

Schmidt konnte seinen Erfolg bei der Vielzahl der Teilnehmer kaum fassen. Sein Gedanke war wie bei Olympia „Dabei sein ist alles“. Als er aber am letzten Tag des Wettbewerbs auf dem „Treppchen“ zur Siegerehrung aufgerufen wurde, war die Freude umso größer. Für sein schweißtechnisches Können wurde der Doppel-Vizeweltmeister mit einem Automatik- Schweißerhelm der Firma Optec und einem großen Pokal belohnt. Schmidt meinte in allen Ländern, die teilgenommen haben, wird gut geschweißt, das heißt, dass wir uns in Deutschland in schweißtechnischer Hinsicht weiterbilden müssen, um auf dem neusten Stand zu bleiben, und nicht den Anschluss an die Weltspitze zu verlieren. Nur kurz war die Freizeit, die zu einem Besuch an die „Chinesischen Mauer“ genutzt wurde.